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Alois Carigiet

(1902–1985) CHE

Schmuckstücke  |  1969  |  Color Lithograph  |  Edition 28/100

Alois Carigiet zeichnete Schellenursli Kinderbuch
Schmuckstücke

Bildnummer: 0203

1969 | Farblithografie

50 x 70 cm

Holzrahmen schön bemalt, Rahmen mit Glaseinlage

Edition: 28 / 100

Signatur: unten rechts "A. Carigiet , 69"

 

CHF 1650.–

 

Wer kennt ihn nicht...? den Schellen-Ursli – das wohl bekannteste Kinderbuch

Die Illustrationen stammen von Alois Carigiet, den Text verfasste Selina Chönz.

«Hoch oben in den Bergen, weit von hier, da wohnt ein Büblein so wie ihr», beginnt die Geschichte. Sie spielt in Guarda, einem Engadiner Dorf im Kanton Graubünden in der Schweiz.

Alois Carigiet verbrachte die ersten Jahre der Kindheit auf einem Bauernhof in Trun. In Chur besuchte er die Sekundarschule und Kantonsschule, welche er aber 1918 abbrach. Er absolvierte eine Lehre als Dekorationsmaler und ging 1923 nach Zürich, wo er im Werbeatelier von Max Dalang (1882–1965) arbeitete. 1927 konnte er ein eigenes Atelier eröffnen, in welchem er für ein Kabarett Bühnenbilder und Kostüme entwarf. 1933 war er Mitbegründer des Cabaret Cornichon. Von Alois Carigiet stammen aus dieser Zeit eine Vielzahl von Gebrauchsgrafik-Arbeiten, etwa das rote Kleeblatt der Landeslotterie von 1937 sowie das Plakat für die Schweizerische Landesausstellung 1939 in Zürich, nachdem ein erster Plakatwettbewerb, den Carigiet ebenfalls gewann, unbefriedigend ausgefallen war.

1939, als er mit der Situation unzufrieden war, als Illustrator Auftragsarbeiten machen zu müssen, folgte der Wechsel vom Grafiker zum freischaffenden Künstler und die Rückkehr nach Graubünden, als er nach Platenga in Obersaxen umsiedelte. 1942 heiratete er, das Paar bekam zwei Kinder. Dort arbeitete er auch an der Illustration von Kinderbüchern. Am bekanntesten wurde der Schellenursli, der von Selina Chönz geschrieben und mit dem der Engadiner Brauch Chalandamarz weltbekannt wurde. Die folgenden Kinderbücher wie Flurina und das Wildvöglein erreichten nicht ganz diesen Bekanntheitsgrad, sind aber aus künstlerischer Sicht nicht weniger wertvoll.

Es folgten Ausstellungen in Schaffhausen, Solothurn und Genf. 1950 zog er zeitweilig wieder nach Zürich, um das Wandbild Allegro con Spirito im Muraltengut zu schaffen, das 1944 von der Stadt zu Repräsentationszwecken gekauft worden war. 1956 erstellte er im Auftrag der Brauerei Falken (Schaffhausen) die Fassadenmalerei am Haus «Schwarzer Adler» in Stein am Rhein. 1960 kehrte er in seine Bündner Heimat nach Trun zurück und widmete sich weiter der Illustration von Büchern. Daneben schrieb er auch selbst Kinderbücher.

Dem Schaffen von Alois Carigiet ist im Museum Sursilvan in Trun ein Raum gewidmet. Alois Carigiet war der ältere Bruder des späteren Schauspielers Zarli Carigiet.

Auszeichnungen und Ehrungen
1966: Hans Christian Andersen Preis als Illustrator
1966: Schweizer Jugendbuchpreis, für Zottel, Zick und Zwerg

Quelle: wikipedia.org

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