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Werbeplakate

mit Sammlerwert

"Plakate aus der Pionierzeit der Werbung – als eine Packung Zigarette noch –.90 Rappen kostete."

Werbeplakat mit Sammlerwert aus den 50er Jahren
Plakat Ovomaltine

Bildnummer: 0351

Herkunft: Ersteigert in den
70er Jahren an einer Auktion durch Jürg Siegrist

50er Jahre | Druck auf Papier

Grösse mit Rahmen (H x B): 129 x 91cm
Alurahmen mit Glas

 

Schätzung: CHF 1800.--

 

Werbeplakat aus den 50er - Stella
Plakat Stella

Bildnummer: 0350

Herkunft: Ersteigert in den
70er Jahren an einer Auktion durch Jürg Siegrist

50er Jahre | Druck auf Papier

 

Grösse mit Rahmen (H x B): 129 x 91cm
Alurahmen mit Glas

 

Schätzung: CHF 1800.--

 

Das Bildplakat / Werbeplakat

Mitte der 1930er Jahre kam das Wort aus dem Amerikanischen „Poster“ im deutschen Sprachraum an. Die Kölnische Illustrierte Zeitung überschrieb in ihrer Ausgabe vom 9.2.1935 einen Artikel mit „PLAKAT – ein neues photographisches Schlagwort aus Amerika“. Es wurde zum bedeutendsten Werbemittel bis zur Massenverbreitung des Fernsehens um 1970. Seither hat sich das Plakat nur kaum verändert. Damals wie heute wurde es in hoher Auflage auf Papier gedruckt, war gross, farbig, auffällig, enthielt Bild und Schrift in möglichst sinnvoller Anordnung und wollte etwas mitteilen. Tatsächlich hat sich aber – neben dem Stil der Darstellungen – in der Zwischenzeit vieles geändert, ohne dass dies auf den ersten Blick erkennbar wäre:

Die Entwurfstechnik; nach über hundert Jahren allenfalls gradueller Fortschritte bei der manuellen Herstellung der Entwürfe – etwa durch die Verwendung von Fotografie und Fotomontage, Airbrush-Technik oder Fotosatz – begann mit dem Einsatz leistungsfähiger Computer eine Revolution auf diesem Gebiet. Heute entsteht grafisches Design fast ausnahmslos am Rechner.

Die Drucktechnik; jahrzehntelang blieb die Farblitographie Standard im Plakatdruck, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie abgelöst von Siebdruck und Foto-Offsetdruck.

Die Anwendungsgebiete; anfangs warben Plakate fast nur für Tanzlokale und einzelne Verbrauchsartikel, später wurde die ganze Welt der Waren und Dienstleistungen angeboten (mit den speziellen Kategorien Film, Sport, Reisen usw.); hinzu kam das weite Feld der politischen Beeinflussung.

Die Abstimmung mit anderen Werbemitteln; nach 1900 setzte sich allmählich die Erkenntnis durch, dass ein einzelnes Werbemittel nicht optimalen Verkaufserfolg garantieren konnte. Angestrebt wurde ein einheitliches Image des Anbieters, zu dem das Plakat, als einer von mehreren Bausteinen, beitragen sollte.

Die Bedeutung in Bezug auf andere Medien; verglichen mit der anfänglich überragenden Position hat das Plakat als Werbemittel ständig an Bedeutung verloren. Entscheidende Gründe dafür waren die Weiterentwicklung der Presse als Werbeträger und neue Medien wie Rundfunk, Fernsehen und Internet.

Die Bewertung des Plakats als Kunst- oder Gebrauchsgegenstand; besonders zwischen 1890 und 1910, vereinzelt aber auch noch danach, wurde darüber ausgiebig und kontrovers diskutiert.

Die Funktion des Plakats ist die schnelle Vermittlung von Informationen, oftmals verknüpft mit einer propagandistischen Absicht. Zur Zielgruppe des Plakats gehören nicht nur diejenigen, die diese Informationen suchen, sondern auch diejenigen, die das Plakat und seine Aussage im Vorbeigehen wahrnehmen. Da kaum ein großes gesellschaftliches Ereignis ohne das Plakat auskommt (z. B. Wahlen, auch Scheinwahlen, Ausstellungen, Filme, Theaterinszenierungen, Gedenktage, Sportfeste, Appelle, Werbung für Konsumartikel), hat das Plakat eine grosse Alltagsbedeutung. Es ist deshalb Spiegel gesellschaftlicher Zustände und eine wichtige Quelle zum Verständnis einer Zeit.

Quelle: Auszug aus https://de.wikipedia.org/wiki/Plakat

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