EDGAR VITAL  (CHE)    1883–1970

Er gehörte 1936 zu den Mitbegründern der Bündner Sektion der „Gesellschaft Schweizerischer Ma­ler, Bildhauer und Architekten“ (GSMBA) und galt somit als Professio­neller seiner Zunft.

Schweizer Kunstmaler 1883–1970 - Herbst - Ölgemälde mit Holzrahmen
Herbst

Bildnummer: 0495

1945 | Oel auf Leinwand

63 x 49 cm, mit Holzrahmen

Signatur vorne

 

SOLD

Würdigung

von Dr. Beat Stutzer, Direktor Bündner Kunstmuseum, 04.09.2007

Edgar Vital (1883-1970), der in Ftan als Maler, Zeichner und Illustrator wirkte, gehört zu den wichtigen Exponenten einer figurativen Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhun­derts. Auch wenn er sich auf Grund biografischer Umstände über weniger Resonanz erfreuen konnte als manche andere seiner Generation, ist sein künstlerisches Schaffen nicht unbedeutend und als wesentlicher Beitrag zur Landschafts- und Bildnismalerei Graubündens zu werten.

Die Bedeutung Edgar Vitals manifestiert sich nicht zuletzt im Umstand, dass er 1936 neben den Malern Leonhard Meisser, Turo Pedretti, Ernst Rinderspacher, Etienne Tach und Giacomo Zanilari zu den Gründungsmitgliedern der Bündner Sektion der GSMBA (Gesellschaft Schweizer Maler, Bild­hauer und Architekten) gehörte – also als Professioneller seiner Zunft galt. An eine breitere Öffentlichkeit ist Edgar Vital anlässlich von zwei Ausstellungen von 1929 und 1954 im Bündner Kunstmuseum getreten. Später haben sich in erster Linie der Sammler Hans Fontana und der Kunsthistoriker Ulrich Christoffel mit dem Werk Vitals beschäftigt und darüber publiziert.

Leider ist das Schaffen von Edgar Vital in letzter Zeit jedoch kaum noch rezipiert und seine Werke sind bloss noch spärlich gezeigt worden. Der Stellenwert von Vitals Œuvre ist aber nicht zuletzt daran zu messen, dass das Bündner Kunstmuseum in Chur immerhin ein stattliches Ensemble von vierzehn Gemälden Vitals in seiner Sammlung verwahrt (auch wenn diese zur Zeit wegen Platzmangel nicht ausgestellt sind), wobei deren sechs erst vor kurzem, im Jahre 2002, hinzugewonnen wurden.

Quelle: edgarvital.ch

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